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Technische Geräte sind lauter denn je. Dieser Blog erlätuert, warum das eine ernsthafte Auswirkung auf Ihr Gehör haben könnte.
2020-02-28

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Wird unser Gehör aufgrund von Technik immer schlechter?

Technische Geräte sind lauter denn je. Wir schauen uns an, warum das eine ernsthafte Auswirkung auf Ihr Gehör haben könnte.

Mehr Menschen denn je zuvor klagen über Hörprobleme. Teilweise kann die technologische Entwicklung im Einsatz moderner Technik für diesen Anstieg verantwortlich gemacht werden. Von der ständigen Benutzung von Kopfhörern bis hin zu lauten Videospielen, von der Lärmbelästigung durch den Verkehr bis hin zu übermäßig lauten Konzerten – es ist überraschend, dass nicht mehr Menschen mit Hörproblemen zu kämpfen haben. Aber ist die moderne Technik wirklich schuld an der Zunahme von lärmbedingten Hörverlusten? Wir sehen uns das genauer an.

Der Zusammenhang zwischen Lärm und Hörverlust

Mehrere Studien haben gezeigt, dass zu laute Geräusche und Hörverlust miteinander in Verbindung gebracht werden können – was für die ältere Generation und insbesondere für diejenigen, deren Gehör jahrelang in lauten Arbeitsumfeldern belastet wurde, keine Überraschung sein wird. Aber heutzutage können lärmbedingte Hörprobleme selbst verschuldet sein, und meist sind die Auswirkungen so schleichend, dass wir sie nicht bemerken. Frühzeitiger Hörverlust bei Menschen im Alter von etwa 30 bis 50 Jahren hat gezeigt, dass wir die Belastung oft nicht bemerken, bevor es zu spät ist. Da moderne Technik immer mehr in unser Leben integriert ist, wird sich diese allmähliche Abnahme des Hörvermögens erst mit der Zeit bemerkbar machen.

Lärm kann unser Gehör direkt beeinträchtigen, dessen sollten wir uns stets bewusst sein. Und obwohl moderneTechnik sicherlich nicht ganz unschuldig ist, ist es auch erwähnenswert, dass der Lärm in vielen anderen Bereichen unseres Lebens zugenommen hat. Durch den Hintergrundlärm auf der Straße, den fast ohrenbetäubenden Lärm des festgefahrenen Verkehrs und der Flugzeuge, Passanten, die laut Musik hören, und vieles mehr, ist es schwer, den Ohren die nötige Ruhe zu gönnen – besonders für Menschen, die in größeren Städten leben.

Technik, die für schlechteres Hörvermögen verantwortlich gemacht werden kann

Welche technischen Geräte sind also schuld daran, dass unser Gehör immer schlechter wird? Hauptverantwortlich sind die Ohrstöpsel (“In-Ear Kopfhörer”), die viele Menschen ständig bei sich tragen, oder Über-Ohr-Kopfhörer. Im Laufe der Zeit hat sich die Technik weiterentwickelt, um lauter und qualitativ hochwertiger zu sein und störende Außengeräusche zu übertönen – sie liefert Musik direkt in unsere Ohren. Weil wir so sehr darauf bedacht sind, unsere Umgebung zu übertönen, kann es zu Schäden am Gehör kommen. Tatsächlich benutzen laut Untersuchungen 65 Prozent der Menschen regelmäßig Musikgeräte mit einer Lautstärke von über 85 dB – was zu dauerhaften Hörschäden führen kann.

Das gilt allerdings nicht nur für Musik. Es kann ebenso schädlich sein Filme, Fernsehsendungen oder auch YouTube-Videos in hoher Lautstärke über Kopfhörer anzuhören, wenn es über längere Zeiträume hinweg geschieht. Besonders bei Filmen tun wir uns schwer, die Lautstärke herunter zu regeln, da diese häufig zum Film-Erlebnis gehört. Bei einem Kinobesuch ist man bereits hoher Lautstärke ausgesetzt, sieht man sich den gleichen Film zuhause mit Kopfhörern an, kann dieses Erlebnis wortwörtlich ohrenbetäubend sein. Dasselbe gilt für Online-Videos in sozialen Netzwerken, die über Kopfhörer angehört werden, da diese oft keine eingebauten Standards für die Lautstärke haben.

Es ist ein sinnvoller erster Schritt, sich darüber Gedanken zu machen, ob Ihre Umgebung oder die Technik Ihr Gehör schädigen könnte. Außerdem ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie glauben, dass Ihr Gehör bereits beeinträchtigt sein könnte.

Hörverlust bei jungen Leuten

Über 90 Prozent der jungen Menschen benutzen täglich Kopfhörer. Deswegen ist es nicht überraschend, dass diese Altersgruppe viel schneller unter Hörverlust als ältere Generationen. Sowohl Männer als auch Frauen haben Probleme mit dem Hören. Allerdings sind junge Männer mit 32 Prozent der 20- bis 40-Jährigen am stärksten betroffen. Das ist eine Zahl, die nicht ignoriert werden sollte.

Generell ist es ein sinnvoller erster Schritt, sich darüber Gedanken zu machen, ob die eigene Umgebung oder die Technik Ihr Gehör schädigen könnte. Außerdem ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie glauben, dass Ihr Gehör bereits beeinträchtigt sein könnte.

Hörverlust aufgrund der Arbeitsumgebung

Neben Lärm, den wir durch Kopfhörer selbst verursachen, sind die Lautstärken am Arbeitsplatz in vielen Bereichen weitaus höher als zu früheren Zeiten. Insbesondere in Büros ist die Zahl der Hörprobleme aufgrund der Arbeit in Großraumbüros anstelle von Einzelbüros dramatisch angestiegen. Aus diesem Grund sind Maßnahmen zum Schutz des Gehörs am Arbeitsplatz ebenso wichtig, wie in anderen Situationen. In industriellen Umgebungen und auf Baustellen schützen sich Arbeiter professionell vor Schäden am Gehör.

Hörverlust durch Lärm und Musik

Hörverlust durch Musik ist seit einem bestimmten Zeitpunkt ein Problem: seit der Erfindung des ersten Lautsprechers. Egal, ob man bei einem Konzertbesuch zu nahe am Lautsprecher steht, oder die Lautstärke beim Hören der Online-Wiedergabeliste zu hoch gedreht hat – viele Menschen werden bis auf ein paar Stunden am Tag, ständig von lauter Musik beschallt. Lärmbedingter Hörverlust ist ein Problem und sollte ernst genommen werden. Ein Hörverlust durch Musik kann schleichend auftreten und ist dadurch oftmals schwer zu erkennen, oder wird gar zu spät erkannt.

Hörverlust erkennen

Die Ergebnisse dieses Blogs deuten darauf hin, dass Lärm unter anderem durch Technologie zunimmt und damit häufiger als Ursache für Hörverlust gilt. Allerdings ist auch zu beobachten, dass betroffene Personen sich schneller an einen Arzt wenden als früher, wenn sie Beschwerden mit ihrem Gehör haben. Das bedeutet, dass mehr Schwerhörigkeiten erkannt und versorgt werden oder eine weitergehende Hörverschlechterung vermieden wird. Dieser Schritt, zum Arzt zu gehen, ist ein sehr wichtiger und positiver: aktiv Vorsorgen bedeutet, dass der Hörverlust früher erkannt wird, was ein Vorteil für alle ist, die sonst im späteren Leben mit schlechtem Hören zu kämpfen hätten.

Womit können Sie Lärm in einer lauten Welt verringern?

Geräte zur Lärmkompensation (“Noise Cancelling”) können die Lösung sein, um Ruhe zu finden, ohne auf andere Methoden – wie etwa zu laute Kopfhörer – zurückgreifen zu müssen. Wie funktioniert die Lärmunterdrückung? Es steckt viel Wissenschaft und Technik dahinter, aber kurz gesagt erzeugen Noise Cancelling-Geräte ein phasengedrehtes Signal, das vor allem die Lautstärke tiefer Töne reduziert. So wird Ihr Gehör geschützt.

Bei Kopfhörern handelt es sich dabei um schalldämmende Materialien. Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung dagegen erzeugen zusätzliche Schallwellen, um Interferenzen gegen Außengeräusche zu erzeugen. Noise Cancelling sollte nicht mit dem Übertönen der Umgebungsgeräusche verwechselt werden, da dies Ihr Gehör nur mit der Zeit schädigen kann.

Deshalb ist es so wichtig Ihr Gehör zu schützen

Es ist ganz normal, dass unser Hörvermögen mit dem Alter abnimmt. Die schnellere Abnahme unseres Hörvermögens durch technische Geräte ist jedoch weit weniger natürlich. Daher ist es wichtig, Ihr Gehör zu schützen – damit Ihr Gehör so lange wie möglich und so gut wie möglich erhalten bleiben kann. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Gehör verschlechtert, ist es am besten, mit einem Arzt zu sprechen. Ihr Arzt kann eine genaue Diagnose stellen und feststellen, ob Sie eine medizinische Behandlung oder Hörgeräte benötigen.

Technische Geräte und der dadurch steigende Lärmpegel, dem wir uns freiwillig und unfreiwillig aussetzen, sorgt sicherlich dafür, dass das menschliche Gehör immer schlechter wird. Man kann dieser zunehmenden Bedrohung allerdings entgegenwirken, indem man sich über die Risiken von Lärm informiert. Mit den richtigen Informationen und dem Wissen, wie schnell Lärm das Gehör verändert, kann jeder für sich das Risiko eines Hörverlusts verringern.

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