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Eine Geschichtsstunde zur Entwicklung und Herstellung moderner Hörgeräte. Von Tierhörnern bis hin zu digitalen Hightech-Hörgeräten.
2019-07-18

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Wer hat das Hörgerät erfunden?

Das elektronische Hörgerät kann auf eine 100 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Wie sind wir dorthin gelangt, wo wir jetzt sind, und wie wird sich die Hörgerätetechnologie von hier aus weiterentwickeln?

Seit Anbeginn der Zeit haben die Menschen Ohren und ein Gehör. Trotzdem lernen wir immer noch, wie unsere Ohren funktionieren und wie man mit Hörverlust umgeht. Digitale Technologien haben den Bereich der Audiologie enorm verändert. Heute ist es möglich, Hörverlust von Menschen weitaus besser zu behandeln, als man es sich früher erträumt hat. Hörgerätehersteller entwickeln ihre Geräte kontinuierlich weiter, und Studien verbessern indes das Verständnis von unseren Ohren und unserem Gehirn.

Wir können aus der Vergangenheit lernen und uns dazu die Entwicklung der Hörgeräte-Technologie über die Jahre ansehen, um diese weiterhin zu verbessern.
Ob Sie es glauben oder nicht, die Geschichte der Hörgeräte ist ein umfassendes Thema. Es ist faszinieren zu lernen, wie frühere Generationen das Konzept des Hörhorns übernommen und zu etwas Neuem elektrisiert haben.

Wann wurden Hörgeräte erfunden?

Das hängt stark davon ab, um welche Art von Hörgeräten es sich handelt. Hörgeräte sind ein weit gefasster Begriff, der alle Geräte umfassen kann, die zur Verbesserung des Hörvermögens verwendet werden.
In jüngster Zeit wurde “Hörgerät” zu einem Begriff für ein Gerät, das in den Ohren getragen wird, um den Hörverlust zu minimieren. Nach der weit gefassten Definition wurden die ersten Hörgeräte aus Tierhörnern hergestellt. Allerdings haben Hörgeräte, wie wir sie heute kennen, eine Reihe von Entwicklungen durchlaufen.

Die Geschichte des Hörgerätes.

Hörhörner sind die erste Form von Hörhilfen, die Menschen erfunden haben. Zwar waren sie nicht geeignet für Menschen mit hochgradigem oder neurologischem Hörverlust, kanalisierten aber Geräusche in die Ohren und halfen Menschen mit mittlerem Hörverlust. Diese Hörner kamen in der Regel von Tieren und konnten zur leichteren Handhabung an einem Gürtel oder an einer Halskette getragen werden. Im Laufe der Zeit wurden diese Hörner mit metallische Hörrohren ersetzt. Bis zur Nutzung der Elektrizität waren dies die einzigen Formen von Hörgeräten, die wir hatten.

Mit der Erfindung des Telefons wurden elektrische Hörgeräte zur Realität. Hörgeschädigte berichteten von besserem Hören beim Telefonieren, da der Hörer direkt ans Ohr gehalten werden konnte. Thomas Edison nahm dies zur Kenntnis, da er selbst einen Hörverlust hatte. Mit seinen Erkenntnissen und Erfindergeist schuf er einen Carbon-Sender, der die Grundlage für alle zukünftigen Carbon-Hörgeräte bilden sollte.

Er war jedoch nicht der Einzige, der an das elektrische Hörgerät dachte. 1911 wurde der Esha-Phonophor von Louis Weber erfunden. Es war eigentlich als Geschenk für einen Freund gedacht, wurde durch das Hörgeräte-Design jedoch populär und führte zur Gründung des Hörgeräteunternehmens Siemens. Das Design wurde weiterhin verbessert und Siemens wurde zu einem bekannten Namen in der Herstellung von Hörgeräten.

Es folgten Vakuumröhren, die das Konzept der Hörgeräte noch weiter verbesserten. Allerdings waren diese Hörgeräte groß – so groß wie Aktenschränke. Zwar erlaubten die Fortschritte in der Technologie es, diese Teile in eine kleine Box zu schrumpfen, trotzdem waren diese Hörgeräte immer noch lästig zu benutzen. Die ersten tragbaren Hörgeräte wurden entwickelt, benötigten aber große Batteriepakete, und die Batterien hielten nicht lange.

Bevor die Umstellung auf digitale Hörgeräte beginnen konnte, ebneten Transistoren den Weg für komplexere Hörgeräte. Mit dieser Technologie konnten Hörgeräte noch kleiner gebaut werden. Dies war eine sehr populäre Verbesserung, die den Verkauf von Hörgeräten enorm steigerte und mehr Interesse an der Entwicklung fortschrittlicherer Hörgeräte weckte.

Übergang von analog zu digital

Mit Silizium als Hauptmaterial für Transistoren, wurden die Hörgeräte noch kleiner und flexibler. Im Jahr 1996 hatten die Hörgeräte ihre endgültige Form angenommen: digital. Diese digitalen Hörgeräte waren anders als alles andere zuvor und wurden mit der Zeit mit weiteren Funktionen ergänzt. In den 2000er Jahren konnten Hörgeräte vollständig an den Träger angepasst werden, und digitale Hörgeräte übernahmen 80% des Marktes und wurden zur neuen Norm für die meisten Träger.

Die Feineinstellung war ein Merkmal, auf das sich die Hersteller konzentrierten. Wenn Hörgeräteträger die Möglichkeit hatten, ihr Hörerlebnis individuell anzupassen, war es wahrscheinlicher, dass sie mit ihrem Hörgerät zufrieden sind. Dieses Konzept beeinflusste einen Großteil der voranschreitenden Verbesserungen. Heutzutage können viele Aspekte Ihres Hörerlebnisses angepasst werden, und Funktionen wie Telefonspule und Bluetooth ermöglichen es Ihnen, sich mit anderen Geräten zu verbinden.

Und es kommt noch mehr! Jeden Tag wird Geschichte geschrieben, und die Geschichte der Hörgeräte hat sich nicht verlangsamt. Tatsächlich wird das Kerndesign von Hörgeräten weiter angepasst. Von der Form bis hin zur Individualisierung ist nichts an Hörgeräten in Stein gemeißelt, und wir sehen jedes Jahr neue Verbesserungen.

Die Zukunft von Hörgeräten

Wiederaufladbare Batterien sind eine der erfolgreichsten Entwicklungen in der Hörgerätetechnologie. Wir haben uns von unhandlichen Einweg-Powerblocks zu den knopfförmigen Batterien entwickelt, die wir heute noch verwenden, aber das reicht vielen Menschen nicht. Unsere Mobiltelefone und Laptops verwenden wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterien, und auch Hörgeräte übernehmen diese Technologie. Die Akku-Technologie lässt Experimente mit Größe und Form zu, wie zum Beispiel Styletto, bewiesen hat.

Aufgrund von Größe und Batteriebeschränkungen haben Hörgeräte in jeder Kategorie eine einheitliche Form angenommen. Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte haben eine typische Form, aber wir bei Signia stellen dieses Konzept mit Styletto in Frage. Wiederaufladbare stabförmige Batterien ermöglichen es dem Hörgerät, eine neue Form anzunehmen, die eher einem Schmuckstück als einem Hörgerät gleicht. Für diejenigen, die das Aussehen von traditionellen Hörgeräten nicht mögen, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

Mit jeder neuen Funktion und jedem neuen Design werden Verbesserungen vorgenommen. Da sich die Technologie ständig verbessert, ist die Zukunft der Hörgeräte sehr vielversprechend. Egal, ob Sie Hörgeräte tragen oder nicht, es wird spannend.

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