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Von Ohrenschmalz bis Hörminderung beim Älterwerden. Wir werfen einen Blick auf fünf der faszinierendsten Fakten über unsere Ohren.
2020-04-17

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Fünf interessante Fakten über das Hören und den Hörverlust

Von Ohrenschmalz bis Hörminderung beim Älterwerden. Wir werfen einen Blick auf fünf der faszinierendsten Fakten über unsere Ohren. Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.

Wenn es um Hörverlust geht, insbesondere um die Arten von Hörverlust, tappen viele von uns im Dunkeln. Deshalb haben wir die faszinierendsten Fakten über das Hören zusammengetragen, um Ihnen ein wenig mehr Einblick zu geben. Von gutem Hören bis zur Verwendung von Hörgeräten, von Ohrenschmalz bis Schallwellen haben wir alles dabei. Lesen Sie weiter, um fünf Fakten über das Hören zu erfahren, die Sie dazu veranlassen werden, danach zu sagen: „Wie konnte ich das nicht wissen?“

1. Hörverlust ist nicht nur bei älteren Menschen zu beobachten – Die meisten Fälle treten bei Personen unter 65 Jahren auf

Allzu oft denken die Menschen, dass Hörverlust etwas für „alte Leute“ ist. Tatsächlich aber treten viele Hörverluste bei Personen unter 65 Jahren auf. Es stimmt zwar, dass ältere Menschen eher an degenerativem Hörverlust leiden, aber es gibt mehr als eine Möglichkeit, einen Hörverlust zu entwickeln. So kann beispielsweise eine einmalige Belastung durch lauten Lärm zu dauerhaftem Hörschaden führen. Lauter, permanenter Hintergrundlärm ist eine weitere Ursache. Wissenschaftlich gesehen kann Ihr Gehör durch eine mehr als achtstündige Belastung mit 90 dB geschädigt werden. Ein Monment mit sehr hohem Lärmpegel – wie z.B. ein Schuss mit 140 dB – kann in Sekundenschnelle die gleiche Wirkung haben.

Genetische und verletzungsbedingte Faktoren können ebenfalls Hörverlust verursachen. Wie zu erwarten treten diese oft auch in einem jüngeren Alter auf. Unsere Ohren sind sehr leicht zu beschädigen, da sie die kleinsten Knochen in unserem Körper aufweisen. Ein Wattestäbchen kann zu einem Hörverlust führen oder auch eine Schädigung des Hörnervs. Realistisch betrachtet gibt es viele verschiedene Ursachen für Hörverlust. Aber der Konsens ist: Hörverlust tritt nicht nur bei älteren Menschen auf. Es kann jeden Menschen in jedem Alter treffen.

2. Ohrenschmalz ist gut für Ihre Ohren

Ohrenschmalz ist für die meisten Menschen ekelig. Eigentlich möchten wir es nicht in unserem Körper haben – aber ist das biologisch sinnvoll? Aber eine bestimmte Menge an Ohrenschmalz ist vernünftig und gesund für unseren Körper. Ohrenschmalz ist eine klebrige Kombination aus Schweiß, Hautzellen und Öl. Es bildet eine Schutzbarriere im Mittelohr und hält den Bereich sauber und gesund. Aus dieser Perspektive ist ein bisschen Ohrenschmalz also eine gute Sache.

Obwohl Ohrenschmalz ein aktiver Filter ist, gibt es einige Fälle, in denen es auch auf ein Problem hinweisen kann. Nasses Ohrenschmalz kann auf eine Infektion hinweisen, während trockenes Ohrenschmalz gesünder ist. Es lohnt sich, einen Arzt aufzusuchen, wenn Ihr Ohrenschmalz Probleme wie Hörverlust verursacht. Im Allgemeinen sollten Sie Ihre Ohren und das Ohrenschmalz am besten in Ruhe lassen. Es ist auch erwähnenswert, dass man sich die Beschaffenheit von Ohrenschmalz bei Menschen aus verschiedenen Kulturen unterscheiden kann.

3. Man hört nie auf zu hören – auch wenn man nachts schläft

Es ist schon seltsam, dass der Körper nicht abschaltet, wenn man es selbst in der Nacht tut. Während sich bestimmte Prozesse verlangsamen, bleiben viele Körperprozesse nie stehen – aus offensichtlichen Gründen. Man muss natürlich immer noch atmen und verdauen. Aber eine Körperfunktion, von der Sie vielleicht nicht wissen, dass sie rund um die Uhr aktiv ist, ist Ihr Gehör. Selbst im Tiefschlaf können wir immer noch Schallwellen aufnehmen, die sich ihren Weg durch den Gehörgang bahnen und von unserem ständig bereiten Gehirn interpretiert werden. Ihr Gehirn entscheidet dann völlig autonom, ob es den Lärm ausblendet.

Das ist der Grund, warum uns laute Geräusche, ein weinendes Kind, ein herunterfallender Gegenstand oder ein Alarm, in der Nacht aufwecken. Wir hören immer zu, ob wir wollen oder nicht. Wenn wir dagegen im Traum Dinge hören, wird das ausschließlich von unserem Gehirn erzeugt. Unsere Ohren oder Hörnerven sind nicht an diesem Prozess beteiligt. Unser Verstand erreicht das ganz von selbst. Wissenschaftlichen Studien zufolge ist die Fähigkeit, im Schlaf zu hören und von Geräuschen aufzuwachen, auf das intelligente „Vigilanz System“ unseres Gehirns zurückzuführen. Das bedeutet, dass wir durchschlafen und dennoch aufwachen können, wenn ein Baby weint oder ein Kind nach Mama oder Papa ruft – sehr schlaue Fähigkeiten.

4. Unsere Ohren gehören zu den wesentlichen Teilen unseres Gleichgewichtssystems

Wenn Sie jemals eine Ohrenentzündung hatten, haben Sie wahrscheinlich das Gefühl gehabt, aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das liegt daran, dass unsere Ohren einen direkten Einfluss auf unser Gleichgewicht haben. Unser Innenohr ist voller Flüssigkeit, die sich bei einer solchen Aktivität bewegt. Diese Signale werden direkt an unser Gehirn weitergeleitet. Durch die Bewegung bzw. Nicht-Bewegung kann das Gehirn sogar erkennen, ob wir stehen, liegen oder nach oben oder unten schauen. Wenn man also eine Ohrenentzündung bekommt, ist alles ein bisschen daneben. Eines der wichtigsten Symptome einer Ohrenentzündung ist Schwindel. Dieser Zustand kann auch zu Zittern oder Übelkeit führen.

Zusammen mit unseren Augen und unseren Gelenken sorgt das Innenohr für unserer allgemeines Gleichgewicht. Warnzeichen sind, wenn Sie sich mehr in eine Richtung lehnen oder häufiger umkippen. Wenn Sie mit dem Gleichgewicht Schwierigkeiten haben, ist ein Besuch bei einem HNO-Facharzt anzuraten. Infektionen auf einem einzelnen Ohr sind oft schlimmer, da wir uns dadurch generell aus dem Gleichgewicht gebracht fühlen. Dieser Effekt ist beispielswiese bei unseren Haustieren zu beobachten, da sie oft den Kopf neigen, wenn sie eine Ohrenentzündung haben, und das Gleichgewicht nicht halten können.

5. Die Verwendung von Hörgeräten kann verhindern, dass sich die Hörfähigkeit verschlimmert

Eine weitere Tatsache, die Ihnen vielleicht nicht bekannt ist: Hörgeräte können aktiv dazu beitragen, eine Verschlechterung der Hörfähigkeit zu verhindern. Während genetische oder altersbedingte Hörverluste nicht vermieden werden können, sind andere sehr wohl vermeidbar. Zum Beispiel kann ein Hörverlust, der durch ein Knalltrauma oder eine Verletzung verursacht wurde, bei entsprechender Behandlung auf dem gleichen Niveau gehalten werden. Hörgeräte bieten eine Möglichkeit, Sprache besser zu verstehen. Dies wirkt sich zwar nicht direkt auf die Hörschädigung aus, aber es unterstützt Ihr Gehirn, aktiv und engagiert zu bleiben.

Hörgeräte helfen Ihrem Gehirn, eingehende Geräusche und Informationen besser zu hören. Egal, ob es sich um den Verlust bestimmter Töne oder um eine allgemeine Hörschwäche handelt: Wenn Sie nicht mehr hören können, was um Sie herum geschieht, kann sich dies direkt auf die Hörverarbeitung in Ihrem Gehirn auswirken. Hörgeräte verhindern, dass diese Fähigkeiten verkümmern, indem sie das Gehör fordern. Die Verarbeitung des Gehörten kann so auf dem bestehenden Niveau gehalten werden. Das ist auf alle Fälle lohnenswert.

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