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Summen, Brummen und Klingeln sind Symptome von Tinnitus. Hier lesen Sie, was Sie über die Behandlung von Tinnitus wissen müssen und wie Hörgeräte die Lösung sein könnten.
2019-08-19

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Behandlung von Tinnitus: das störende Geräusch los werden

Summen, Brummen und Klingeln sind häufige Symptome von Tinnitus. Tinnitus kann jedoch schwierig zu behandeln sein, besonders wenn Sie die Ursache der Erkrankung nicht kennen. Hier lesen Sie, was Sie über die Behandlung von Tinnitus wissen müssen und wie Hörgeräte die Lösung sein könnten.

Charakterisiert als anhaltendes Summen, Brummen oder Klingeln in den Ohren, ist Tinnitus ein Problem, unter dem viele Menschen leiden. Während viele Formen von Tinnitus nicht geheilt werden können, können fast alle davon gelindert werden. Wenn Sie unter Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit und anhaltendem Lärm in den Ohren leiden, kann die Diagnose und Behandlung Ihres Tinnitus, Ihnen weiterhelfen.

Warum klingeln meine Ohren?

Dies ist eine schwierige Frage, und die Antwort variiert von Person zu Person. Die übergreifende Antwort ist jedoch einfach: Tinnitus. Tinnitus ist ein Oberbegriff, der alle Geräusche in den Ohren abdeckt. Sie können sich in Tonhöhe, Lautstärke und Qualität ändern, aber Tinnitus beinhaltet alle anhaltenden Geräusche, einschließlich:

• Summen
• Brummen
• Klingeln
• Zischen
• Klicken
• Dröhnen

Jede Person erlebt einen Tinnitus anders. Sie hören vielleicht ein lautes, hohes Klingeln, während jemand anderes ein stumpfes Dröhnen hört. Während einige es leicht zu ignorieren finden, kämpfen andere damit, es auszublenden. Ihr Tinnitus kann die Lautstärke erhöhen, kommen und gehen oder die Tonhöhe mit der Zeit ändern.

Unabhängig davon, wie sich Ihr Tinnitus bemerkbar macht, kann er ernsthafte Auswirkungen auf Ihr tägliches Leben haben.

Symptome und Nebenwirkungen von Tinnitus

• Mangelnde Konzentration. Mit dem anhaltenden Klingeln in den Ohren könnte es für Sie schwierig werden, sich niederzulassen und sich auf Aufgaben wie Arbeit oder Schule zu konzentrieren.

• Schlaflosigkeit. Viele von uns brauchen Ruhe im Schlaf, und Tinnitus kann dem im Weg stehen.

• Reizbarkeit. Mangelnder Schlaf und Konzentration kann zu Reizbarkeit führen, die Ihre Gespräche oder Beziehungen belasten kann.

• Hörschwierigkeiten. Wenn der Klang in Ihren Ohren besonders laut ist, haben Sie möglicherweise Schwierigkeiten, Menschen durch den Lärm zu hören.

• Gedächtnisprobleme. Es hat sich gezeigt, dass Tinnitus das Gedächtnis beeinflusst. Das Gehirn muss Ressourcen verbrauchen, um aktiv zu bleiben und Geräusche zu erkennen – dadurch bleibt wenig Raum für die Erinnerung an Details.

• Soziale Isolation. Gespräche können schwierig werden, wenn Sie einen mittleren bis schweren Tinnitus haben. Anstatt die Menschen zu bitten, lauter zu sprechen oder sich zu wiederholen, vermeiden manche Betroffenen soziale Situationen völlig.

• Verlust der Freude an Musik und Klang. Musik und Fernsehen können mit dem ständigen Hintergrundgeräusch in den Ohren weniger angenehm sein.

• Angst und Stress. Wenn Tinnitus beginnt, Ihr Leben zu beeinflussen, kann es zu Stress in Arbeit, Beziehungen und sogar allgemeine Angst führen.

• Mentale Müdigkeit. Wenn das Gehirn sich anstrengen muss, um Geräusche durch Lärm wahrzunehmen, führt das zu geistiger Ermüdung. Selbst wenn Sie nicht aktiv versuchen, durch den Lärm zu hören, können Sie sich am Ende des Tages übermäßig müde fühlen.

• Depressionen. Soziale Isolation, Angst und andere Nebenwirkungen von Tinnitus können das Problem leicht verschlimmern und zu Depressionen führen. Wenn es so weit kommt, ist es wichtig, dass Sie Ihren Tinnitus behandeln lassen.

Was verursacht das Klingeln in den Ohren?

Die Ursachen des Tinnitus sind die wahren Probleme, nicht der Tinnitus selbst. In den meisten Fällen manifestiert sich der Tinnitus als Symptom. Dieses Problem kann einen allgemeinen Hörverlust, Verletzungen oder sogar Blockaden im Gehörgang betreffen.

Unabhängig davon, was Ihren Tinnitus verursacht, ist es wichtig, dass Sie einen Hörtest und eine Untersuchung durchführen lassen. Dies gibt Ihrem Arzt die Möglichkeit, festzustellen, welche Art von Tinnitus Sie haben. Es gibt zwei Typen:

• Objektiver Tinnitus: eine sehr seltene Form des Tinnitus. In diesem Fall kann das Geräusch vom Arzt gehört werden. Bei der Untersuchung des Ohres, findet sich vielleicht ein Blutgefäß oder ein Muskel, der den Lärm in Ihrem Ohr verursacht.

• Subjektiver Tinnitus: Diese Art von Tinnitus kommt häufiger vor. Wenn Ihr Arzt eine Untersuchung durchführt, wird er selbst nichts hören können. Das liegt daran, dass der Klang nur für den Betroffenen hörbar ist. Diese Art von Tinnitus kann durch viele Dinge verursacht werden, aber in den meisten Fällen hat es etwas mit einer Art von Hörschaden zu tun.

Was die Ursachen von Tinnitus betrifft, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Während einige eher wahrscheinlich sind als andere, ist Tinnitus ein Symptom für viele Erkrankungen, einschließlich:

• Sensorineuraler Hörverlust. Dies ist die häufigste Ursache für Tinnitus. Sie tritt auf, wenn die feinen Haare in der Cochlea beginnen sich abzubauen, was zu Hörverlust und Tinnitus führen kann.

• Verspannungen im Hals- und Nackenbereich: kann durch einen Arzt diagnostiziert werden.

• Durchblutungsstörungen. Eine beschädigte Vene im Ohr kann zu einem anhaltenden Klingeln oder Brummen führen.

• Medikamente. Es ist bekannt, dass bestimmte Medikamente Tinnitus verursachen können. In diesen Fällen wird das Absetzen oder Wechseln von Medikamenten empfohlen.

• Kopfverletzungen. Einige Leute berichten von Tinnitus nach Autounfällen oder Kopfverletzungen. Während es mit der Zeit verschwinden kann, bleibt der Tinnitus bei manchen Betroffenen für immer. Viele dieser Fälle treten nur auf einer Seite des Kopfes auf.

• TMJ. TMJ beschreibt das Kiefergelenk, in welchem sich der Unterkiefer bewegt und welches sich vor dem Ohr gut tasten lässt. Probleme mit dem Kiefergelenk, können bei manchen Menschen zu Tinnitus führen. Wenn Ihr Tinnitus dadurch verursacht wird, werden Sie möglicherweise an einen Spezialisten verwiesen.

• Blockaden. Verstopfungen im Gehörgang, die meist durch Ohrenschmalz verursacht werden, können die Ursache für Tinnitus und Schallleitungsschwerhörigkeit sein. Sobald die Blockade beseitigt ist, verschwindet das Problem.

Wie man das Klingeln in den Ohren unterdrückt

Abhängig von der Ursache Ihres Tinnitus kann die Behandlung variieren. Bevor Sie sich jedoch einer Behandlung unterziehen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt aufsuchen und eine vollständige Gehöruntersuchung erhalten. Dies beinhaltet eine körperliche Untersuchung und einen Hörtest, die beide Ihrem Arzt helfen, die Quelle Ihres Tinnitus einzugrenzen. Wenn Ihr Tinnitus objektiv ist, haben Sie vielleicht einen Muskel oder ein Blutgefäß, das behandelt werden muss. Wenn der Tinnitus subjektiver Art ist, benötigen Sie einen Hörtest, um festzustellen, ob ein Hörverlust die Ursache ist.

Tinnitus durch Blockaden, Durchblutungsstörungen, Muskelkrämpfe und Medikamente können mit den naheliegenden Methoden gelöst werden. Beseitigung der Blockaden, Behandlung von Kreislauf- und Muskelproblemen und Medikamentenwechsel. Tinnitus durch Hörverlust erfordert jedoch andere Lösungen. Welche gewählt werden, liegt ganz beim Betroffenen. Jede Erfahrung mit Hörverlust ist völlig einzigartig, und jeder geht anders damit um.

Ihr Arzt oder Hörakustiker kann Ihnen Vorschläge machen, wie Sie mit dem Problem umgehen können. Wenn Ihr Tinnitus schwach ist, kann es sein, dass Sie nur in ruhigen Momenten etwas davon mitbekommen. Geräte, die weißes Rauschen erzeugen, können online gekauft werden, und sie bieten Hintergrundgeräusche, während Sie schlafen, studieren oder entspannen. Wenn Sie eine konstantere Abdeckung benötigen, können Tinnitus-Noiser den gewünschten dämpfenden Klang liefern. Wenn Ihr Tinnitus durch den Klang eines laufenden Wasserhahns übertönt wird, werden Sie wahrscheinlich von einem weißen Rauschgenerator oder einem Rauschen in der Ohrmaske profitieren.

Fälle von schwerwiegenderem Tinnitus brauchen wiederum andere Lösungen. Tinnitus-Therapien existieren, um Ihr Gehirn “umzuschulen”, um das Summen von Tinnitus zu ignorieren. Außerdem sind einige Hörgeräte mit diesen Programmen ausgestattet. Wenn Ihr Tinnitus durch Hörverlust verursacht wird, können Hörgeräte mehr als ein Problem lösen.

Wie Hörgeräte bei Tinnitus helfen

Bei sensorineuralem Hörverlust und Tinnitus ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass Tinnitus ein Symptom und nicht ein Zustand an sich ist. Das Tragen eines Noisers oder die Verwendung eines weißen Rauschers wird das Problem – Hörverlust – nicht lösen.

Statisches Noiser-Rauschen Tinnitus-Therapiesignale.

Sanftes Rauschen als akustischer Gegenspieler.

Signia Tinnitus-Kombi-Instrumente verfügen über eine Funktion, die ein sanftes Rauschen erzeugt. Dieses Rauschen kann entweder aus voreingestellten Rauscharten ausgewählt oder individuell auf Ihre Vorlieben eingestellt werden. Es nimmt dem Tinnitus die Präsenz und erleichtert den Umgang damit.

Das statische Noiser-Rauschen soll den Tinnitus nicht überdecken, damit langfristig eine Gewöhnung an den Tinnitus möglich ist. Um das Rauschen mit dem subjektiv angenehmsten Klang nutzen zu können, ermitteln Hörakustiker und Tinnitus-Betroffene zusammen den bevorzugten Rauschtyp. Bei Bedarf wird der Klang dann noch feiner auf das Hören und die persönliche Klangwahrnehmung abgestimmt.

Ocean Waves Tinnitus-Therapiesignale.

Das Rauschen des Meeres – Hilfe durch Entspannung.

Von der beruhigenden Wirkung des Meeres inspiriert, ahmt das Ocean Waves-Therapiesignal eine sanfte Meeresbrandung nach. Es erinnert an das entspannte Gefühl eines Urlaubstages am Strand. Damit soll es Ihnen helfen, sich weniger auf den Tinnitus zu konzentrieren und entspannter damit umzugehen.

Signia Tinnitus-Kombi-Instrumente bieten Ihnen vier verschiedene Meeresrauschen. Damit Sie zusammen mit Ihrem Hörakustiker das für Sie angenehmste auswählen können.

Zum ersten Mal in Hörgeräten: Tinnitus-Notch-Therapie.

Geräuschlose Lösung – voll in den Alltag integriert.

Die Tinnitus-Notch-Therapie von Signia kommt ohne zusätzliches Geräusch aus. Ganz im Gegenteil: Die Klanganteile im Bereich des Tinnitus werden aus der Hörgeräte-Übertragung entfernt (engl. Notch = Aussparung).

Die Signia Tinnitus-Notch-Therapie ist besonders vielversprechend, denn sie ist völlig in den Alltag integrierbar. Die Tinnitus-Kombi-Instrumente mit Tinnitus-Notch-Therapiefunktion können problemlos den ganzen Tag getragen werden. Man muss sich nicht an ein zusätzliches Geräusch gewöhnen und das Hören wird verbessert.

Das Potenzial für nachhaltige Entlastung.

Die Tinnitus-Notch-Therapie hat das Potential die Wahrnehmung des Tinnitus dauerhaft zu reduzieren.* In dem der Therapieansatz die Frequenzbereiche des Tinnitus nicht verstärkt, tritt der Tinnitus etwas in den Hintergrund. Die Hyperaktivität wird reduziert und das Gehirn “verlernt” mit der Zeit das Tinnitus-Geräusch wahrzunehmen. Eine nachhaltige Linderung des Tinnitus wird dadurch möglich.

Wenn Sie mehr über Tinnitus, Hörverlust und Hörgesundheit erfahren möchten, bietet Signia ausführliche Artikel zu all diesen und weiteren Themen, einschließlich Hörgeräte. Der Newsletter hält Sie auf dem Laufenden, und es gibt bereits viele, interessante Inhalte. Je mehr wir über unsere Ohren erfahren, desto besser können wir uns mit Problemen wie Tinnitus auseinandersetzen, wenn sie auftreten.

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