Mein Weg zu neuen Hörgeräten: Das sollen meine neuen Hörgeräte können.

Die Entscheidung, sich mit einem neuen System versorgen zu lassen, ist also gefallen. Aber was soll das neue Gerät eigentlich können, was mein aktuelles nicht kann? Ich erwarte ganz einfach eine Weiterentwicklung, wie es ein jeder Käufer tut, der sich ein neues Elektrogerät oder ein Auto kauft, ohne dass sein aktuelles kaputt ist. Die technische Entwicklung schreitet voran. Im Speziellen erwarte ich von meinen neuen Hörsystemen, dass sie bemerken, wer gerade mit mir sprechen möchte, welche Geräusche für mich gerade relevant und welche unwichtig sind.

In einem Haushalt mit 2 pubertären Töchtern, ist das nicht ganz trivial 😉

Für mich persönlich ist es wichtig, meine Geräte auch im Alltag effektiv einsetzen zu können. Als Prokurist bekomme ich zig Telefonate am Tag – ich erwarte von guten Hörsystemen, dass sie mir gestatten, mit ihnen zu telefonieren … in der Entspannung Musik zu hören … und am Sonntag den Tatort zu schauen, ohne das meine Nachbarn mithören müssen.

Generell müssen die neuen Geräte robust sein. Meine derzeitigen sind sehr filigran. Gerade beim Pflegen oder Batteriewechsel habe ich schon manchmal meine Probleme – ein Punkt, der mich schon seit längerem beschäftigt.

Um Hörgeräte verordnet zu bekommen, ist zunächst der Gang zum  HNO-Arzt erforderlich. Hierzu genügt es einen Termin zu vereinbaren und das eigene Gehör prüfen zu lassen. Stellt der eine Hörschwäche fest, stellt er die Verordnung aus. Ich gehe im Übrigen 1-2-mal pro Jahr zur Kontrolle. Das mache ich beim Zahnarzt doch auch.

Die Kosten für ein Hörsystem variieren je nach Leistung und Funktionsumfang. Es gibt Kassenmodelle, die aufgrund der Krankenkassenzuzahlung nichts Kosten bis hin zu Hörsystemen bei denen man selber drauf zahlt. Apropos Krankenkasse: Eine Neuversorgung mit Hörgeräten wird von der Krankenkasse alle 6 Jahre unterstützt. In diesem Fall erhalten gesetzlich Versicherte 784,94 Euro pro Gerät Zuzahlung von ihrer Krankenkasse. Private Krankenkassen zahlen in der Regel etwas mehr. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich auf jeden Fall, mit der jeweiligen Krankenkasse zu sprechen, ob nicht auch ein höherer Betrag erstattet werden kann.

Aus meiner Sicht ist das wertvollste was ein Mensch hat … ER selber. Dazu gehören auch die Sinne, die uns mitgegeben wurden, unter anderem das SEHEN und das HÖREN. Als Brillenträger nehme ich nicht jedes Kassengestell und auch beim Hörsystem wähle ich das, was zu mir passt. Natürlich muss es aber auch in meinen finanziellen Rahmen passen. Kompromisse mache ich nur da, wo sie auch vonnöten sind.

Teilen Sie die Kosten anteilig durch die Tragezeit von 6 Jahren, so kommen Sie bei wirklich guten Geräten auf max. 2,- Euro am Tag. Mir ist das meine persönliche Lebensqualität wert!

Im nächsten Schritt mache ich nun einen Termin bei einem Hörakustiker in meiner Nähe. Ich freue mich, Ihnen in der kommenden Woche darüber berichten zu können, was ich da so erlebt habe.

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