Mein Weg zu neuen Hörgeräten. – Das bin ich.

 

Mein Name ist Ulrich Konert, ich bin 49 Jahre alt und in meiner Eigenschaft als Prokurist in einem Handelsunternehmen für Fahrzeugersatzteile für die Bereiche Vertrieb und Produktmanagement verantwortlich. Ich bin verheiratet und Vater von 2 tollen Töchtern.

Für mich ist es sehr wichtig, dass ich mit Menschen verschiedenster Kulturen und Nationalitäten kommunizieren kann. Gerade beim Sprachverständnis bemerkte ich vor ungefähr 16 Jahren erste Einschränkungen. Am Anfang konnte ich vor allem dem Gesprächsverlauf in größeren Gruppen nicht mehr so folgen, wie zuvor. Mit der Zeit bekam ich Probleme, ähnliche Worte richtig zu deuten. Oft bemerkte ich erst durch die Sinnhaftigkeit, dass ich Worte falsch verstanden haben muss. Zum Beispiel bei Keller – Teller, Baum – Raum, Laub – Staub.

Später konnte ich dann auch Dialogen im Fernsehen nicht folgen und verstand den Zusammenhang schlichtweg nicht mehr.

Schleichend dauerte es einige Zeit, bis ich mir eingestanden habe, dass die Fähigkeit zu hören zurückgeht. Meine Familie hatte sich zwischenzeitlich zwar auf meine Hörschwäche eingestellt und redete entsprechend deutlich mit mir. Trotzdem war mir klar, dass ich nun etwas unternehmen muss.

Vor 6 Jahren habe ich erste Geräte „verordnet“ bekommen. Der freundliche Akustiker hat sich sehr viel Zeit genommen, und probierte erste Geräte mit mir aus.

In der Anfangszeit als Hörgeräteträger war es schwierig, mich an die Umgebungsgeräusche, in Fußballstadien, Sporthallen, Kinosälen und Restaurants zu gewöhnen. Zunächst einmal hörte sich vieles um mich herum sehr ungewohnt an. Es gab Geräusche die ich nicht zuordnen konnte.

Exemplarisch sei ein Erlebnis erwähnt, dass mir einen unglaublichen Adrenalinstoß versetzte. Ich habe meiner Frau vor Jahren eine Wanduhr geschenkt, feinstes Buchenholz, Schweizer Uhrwerk. Eines Abends vernahm ich merkwürdige Geräusche – ich war der Ansicht Geräusche von Nagetieren zu hören. Auf die Frage hin, ob meine Frau ähnliches hören würde, wurde das verneint. Es war der Moment, in dem ich erstmals die Takte des Schweizer Uhrwerks der Uhr hörte, die schon seit Jahren an unserer Wand hing. Es war auch der Moment, in dem ich realisierte, was ich in den letzten Jahren tatsächlich verlernt hatte zu hören.

Ich war jedoch überrascht, wie schnell sich das Gehirn an die Hörgeräte gewöhnt und mein Hörverhalten sich deutlich verbessert hat.

In der nächsten Zeit möchte ich Sie auf meine Reise zu neuen Hörgeräten mitnehmen. Ich berichte in dieser Zeit aus meiner Sicht, der Sicht eines tatsächlich Betroffenen, über meine Erfahrungen, die ich beim Hörgeräteakustiker und mit den neuen Geräten im Alltag mache.

Kommende Woche berichte ich Ihnen in meinem Blogbeitrag darüber, welche Kriterien mein neues Hörgerät erfüllen sollte und warum ich nach 6 Jahren ein neues möchte.

Hier geht es zu Teil 2.