Welche Hörgerätearten gibt es?

Gründe für eine Schwerhörigkeit sind so individuell wie vielschichtig. Aber prinzipiell werden passende Hörgeräte für jede Art von Hörverlust entwickelt.

Hörgeräte gibt es in verschiedenen Bauformen. Grundsätzlich können Sie zwischen Bauformen, die hinter dem Ohr getragen werden und Im-Ohr-Lösungen unterscheiden. Je nach Ausprägung Ihrer Schwerhörigkeit, Ihren Ansprüchen an Komfort und Diskretion bieten sich unterschiedliche Lösungen an – sowohl hinsichtlich der Bauformen als auch der akustischen Anbindung, den Ohrstücken.

Bauformen

Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO)

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HdO-Hörgeräte sind inzwischen sehr klein und werden hinter dem Ohr getragen. Sie sind in vielen Haar-Farbtönen erhältlich, wodurch sie kaum zu sehen sind. Mikrofon und Lautsprecher befinden sich für gewöhnlich im Gehäuse. Der Klang wird durch einen dünnen Schlauch vom Hörgerät in den Gehörgang geleitet. HdOs eignen sich für nahezu alle Hörverluste. Sie zeichnen sich durch Robustheit, leichte Handhabung und einfache Pflege aus.

Receiver-In-Canal-Hörgeräte (RIC)

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Die sogenannten RIC-Modelle (RIC, engl., receiver in the canal) sind eine Alternative zu konventionellen HdO-Hörgeräten. Im Unterschied zu diesen befindet sich der Hörer (engl. receiver) direkt im Gehörgang (engl. in canal) wodurch der Schall direkter zum Trommelfell gelangen kann. Außerdem können die Hörgeräte noch kleiner gebaut werden.

Im-Ohr-Hörgeräte (IdO)Insio-CIC-primax-rot-web-300

Im-Ohr-Hörgeräte werden im Ohr getragen. Der Hörer ist demnach wie bei RIC-Hörgeräten im Gehörgang untergebracht. Die kleinsten IdO-Modelle sitzen so tief im Gehörgang, dass sie praktisch unsichtbar sind. Es gibt sowohl maßgefertigte Modelle als auch Modelle in Standardform zum sofortigen Tragen, direkt nach der Anpassung.

Ohrstücke

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Domes sind kleine, nicht maßgefertigte Aufsätze aus Silikon, die am Ende des Schallschlauchs oder auf dem Hörer im Gehörgang sitzen. Sie sorgen für den Halt der HdO- bzw. RIC-Hörgeräte im Ohr. Sie gewährleisten auch, dass der Schall zum Trommelfell geleitet wird. Deshalb ist es wichtig, dass externe Hörer mit Domes sorgfältig in den Gehörgang eingesetzt werden. Domes ermöglichen die sofortige Ausprobe der Hörgeräte, ohne dass auf eine maßgefertigte Otoplastik gewartet werden muss.

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Otoplastiken sind maßgefertigte Ohrstücke für klassische Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte oder RIC-Hörgeräte. Individuell angepasste Otoplastiken sitzen besonders passgenau im Ohr, wodurch sie den bestmöglichen Halt im Ohr gewährleisten. Sitz und Abdichtung haben zudem einen Einfluss auf den Klangeindruck. Otoplastiken ermöglichen eine noch höhere Individualisierung der Anpassung. Es gibt sie in vielen Formen und Farben.

Ihr Hörakustiker wird nach einer ausführlichen Beratung mit Ihnen gemeinsam die Entscheidung treffen, welche Hörlösung am besten für Sie geeignet ist. Dann können Sie die ausgewählten Hörgeräte zur Probe tragen und in Ihrem Alltag testen, ob es Ihren Hörbedürfnissen entspricht.

Die verschiedenen Hörgerätearten können Sie bei einem Akustiker in Ihrer Nähe kostenlos probetragen.

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